1. Schüler-Törn mit der „de Albertha“

Am Sonntag stach um 11:00 Uhr die erste Gruppe der Laboer Schulkinder mit der „de Albertha“ in See. Diese Fahrten drohten ja aus finanziellen Gründen ausfallen zu müssen, denn durch veränderte Rahmenbedingungen in der Politik erhält der Verein Ole Schippn im Gegensatz zu vergangenen Jahren keine öffentlichen Fördergelder mehr. Dabei sind gerade diese Fahrten für die Kinder die seit 11 Jahren durchgeführt werden,  jedes Mal ein ganz besonderes Erlebnis. Denn um so ein altes Segelschiff zu bewegen müssen alle mit anpacken und sich auch aufeinander verlassen können.

Das die Fahrten in diesem Jahr trotzdem durchgeführt werden können verdanken die „Ole Schippn“ u.a. dem gemeinnützigen Verein „Tall-Ship Friends Deutschland“. Als das Kieler Vorstandsmitglied Prof. Dr. Patrick Moldenhauer, der unter anderem Schiffbaustudierende an der Kieler Fachhochschule ausbildet, von der Streichung der Fördergelder hörte, setzte er sich sofort für eine Unterstützung der Ole Schippn in Höhe von 1.000 € ein.

2017-04-30 054 - de Albertha 1. Schülerfahrt
bevor es losgeht – Sicherheitseinweisung in der gemütlichen Messe

Durch weitere Geld- und Sachspenden von Laboer Bürgern werden auch in diesem Jahr die beiden Törns auf dem alten Frachtsegler ermöglicht. So zum Beispiel von:

H. Hahn, selbst begeisterter Chor-Sänger im Shanty Chor von Ole Schippn Laboe, überraschte den Vorstand mit einer Einzelspende über 1.100 € die zum Fortbestand der „Kindertörns“ verwandt werden sollen. Anlässlich seines kürzlich begangenen 80. Geburtstages verzichtete er mit dieser noblen Geste auf seine Geschenke und bat um Geldspenden für eben diesen guten Zweck.

Diese und noch viele andere Fördererbeispiele nimmt der Vorstand von Ole Schippn Laboe e.V. zum Anlass, um allen genannten und nicht genannten Unterstützern und Mitgliedern seinen tief empfundenen Dank auszusprechen.

Für die Kinder sind diese Reisen immer ein gewaltiges Erlebnis. Auf engstem Raum leben – keine Smartphones und daher kein Facebook, WhatsApp usw. Sicherheitseinweisungen, Kochen, Putzen, Seile schleppen, nebenbei eine Menge lernen über Wetter, Kurs und Segeltechnik und vor allen Dingen das Miteinander prägt die Kinder, die von diesen Törns immer ganz begeistert zurück kommen.

Leider sind die beiden Laboer Urgesteine RoRa und Detlef Boje nun nicht mehr mit dabei, aber ich denke mal, sie schauen von oben herab auf die „de Albertha“ und passen auf, das nichts passiert. Unvergessen der lautstarke Spruch von RoRa vor der Abfahrt: „Wenn ich ein Kind ohne Schwimmweste an Deck antreffe wird es beim Einlaufen in Laboe das Deck mit der Zahnbürste schrubben und alle Menschen an Land schauen zu“.

Auf dem ersten Törn waren 14 Schulkinder und 9 Betreuer mit auf dem Törn, der wegen des Starkwindes diesmal durch den Kanal bis Rendsburg führte wo auch übernachtet wurde. 62 sm waren es , so Skipper Dick bei der Ankunft am Dienstag. Der nächste Törn startet am Mittwoch, den 03. Mai mit 15 Schulkindern und 9 Betreuern an Bord, wohin die Reise geht entscheidet der Wind.