AUS für die Meerwasserschwimmhalle in Laboe

Gleich zu Beginn der Gemeindevertretersitzung am vergangenen Mittwoch wurden von Bürgermeisterin Ulrike Mordhorst ganz klare Vorgaben gemacht, in welcher Form sich in der folgenden Einwohnerfragestunde zu äußern sei.

Die Sitzung selber wurde diesmal in der Aula der Schule der abgehalten, zu Beginn wurde eine Schweigeminute für den während der letzten GV-Sitzung verstorbenen Detlef Boje eingelegt.

Nachdem auf Antrag der SPD-Fraktion noch einige kleine formale Änderungen eingebracht wurden um Missverständnisse bei der vorliegenden Beschlussfassung zu vermeiden, wurden von der Gemeindevertretung folgende Punkte beschlossen:

1.) Es ist festzustellen, dass eine Sanierung der MWSH oder ein Neubau mit bisherigem Angebotsniveau am selben oder anderem Ort für die Gemeinde Laboe keine Option darstellt und deshalb nicht weiter verfolgt wird.

2.) Die Bürgermeisterin ist zu beauftragen, die Umlandgemeinden der Ämter Schrevenborn und Probstei unverzüglich über die Untersuchungsergebnisse zu informieren und mit ihnen Alternativen (z.B. Gründung eines Zweckverbandes) zu erörtern.

3.) Die Sauna zum 01. April 2017 zu schließen

4.) Den Betrieb der Meerwasserschwimmhalle zum 31.10./01.11.2017 einzustellen.

5.) Gleichzeitig wird die Verwaltung beauftragt, ein sozialverträgliches Konzept zu erstellen.

Punkt 2 wurde zwischenzeitlich mit einem Treffen aller Bürgermeisterinnen und Bürgermeistern der Ämter Schrevenborn und Probstei am 28. Februar 2017 erledigt. In einer anschließenden Diskussion wurden erste Möglichkeiten zum Bau und Betrieb einer Schwimmhalle für vor allem Schul- und Vereinsschwimmen in der Region erörtert. Als Arbeitsebene hat man sich auf die Amtsdirektoren geeinigt. Die Fokussierung auf einen Zweckverband als Betreiber wird als sinnvoll angesehen. Die Gemeindevertretung des Ostseebades Laboe begrüßt dieses erst Ergebnis und erklärt ausdrücklich ihre Bereitschaft, als gleichberechtigte Gemeinde der Gemeinschaft an der weiteren Arbeit mitwirken zu wollen.

Zum letzten Punkt wird die Gemeindevertretung eng mit dem Personalrat des Gemeindebetriebes zusammenarbeiten, betriebsbedingte Kündigungen für die 8 Mitarbeiter*innen soll es nicht geben.

Mit diesem eindeutigen Beschluss aufgrund der vorgelegten Gutachten wurde nach langem Tauziehen zwischen der Gemeinde Laboe und dem Verein PRO MWSH jetzt eine klare Basis geschaffen für das weitere Vorgehen, z.B. Abriss der Halle oder Prüfung der Möglichkeiten, ob die bisherigen Beschäftigten innerhalb des Gemeindebetriebes oder der Gemeinde ein neues Aufgabengebiet finden können.

Laboe hatte einst auch eine sehr schöne Seebadeanstalt, die durch Sturm und Eisgang zerstört und nie wieder aufgebaut wurde und konnte trotzdem den Tourismus und die Attraktivität des Ortes steigern. Und auch ohne die Meerwasserschwimmhalle ist und bleibt Laboe ein äußerst charmanter und liebenswerter Urlaubsort am Ausgang der Kieler Förde.

2016-05-22 010 - MWSH (Large)