Bildungsministerin besucht das Probstei-Museum

Schönberg (kk) Bildungsministerin Karin Prien war auf ihrer Sommertour durchs Land auch im Schönberger Probstei-Museum zu Gast. Sie zollte dem Ehrenamt großen Respekt und ermunterte alle Aktiven, die Fördermittel des Landes für spezielle Projekte zu nutzen.
Ihr Tipp: Die Förderlotsin sei Ansprechpartner für die Museen, die durch gezielte Unterstützung Hilfe bei der Wieder-Eröffnung nach der Corona-bedingten Schließung erhalten sollen. Bei einem Rundgang durch die Ausstellungen betonte sie auch die gemeinsame Verantwortlichkeit von Kommunen, Kreisen und Land bei der Förderung und Entwicklung von Kultur. Die Bedeutung von Kultur müsse künftig noch mehr in die Köpfe der Verantwortlichen auf allen Ebenen, meinte Karin Prien. Sie zollte den Museumsmitarbeitern Respekt für die Lebendigkeit des Museums und hob den Einsatz der Gemeinde Schönberg hervor. Denn die Kommune sei eine der wenigen, die sich eine halbe hauptamtliche Stelle leiste, um das Museum zu unterstützen. Leiterin Renate Sommerfeld bezeichnete es als „komfortable Situation“, in der sich das Probstei-Museum damit befinde. Zudem habe sie als hauptamtliche Leitung einen überaus aktiven Verein mit einem sehr engagierten Vorsitzenden sowie einen Förderverein an der Seite. Nur so gelinge es gemeinsam, Jahr für Jahr ein so vielfältiges Programm auf die Beine zu stellen, dass das Probstei-Museum zu einem lebendigen Schauplatz der historischen Entwicklung der Region wird. Ausstellungen, Workshops, Ferienangebote für Schüler, Führungen und andere Veranstaltungen wie Konzerte, Theateraufführungen gehören normalerweise dazu. Doch all das , so betonte sie, sei in diesem Jahr flach gefallen. „Damit fallen auch die Einnahmen weg und auch wenn wir mit dem Verein als Träger und der Gemeinde als Unterstützer sehr gut aufgestellt sind, wird uns das treffen. Aber wir werden es überstehen“, sagte Sommerfeld. Dennoch sei es wichtig, Fördermittel zu erhalten, betonte der Vorsitzende Hans-Hermann Malchau. Ein wichtiges Projekt könne nicht warten, wie zum Beispiel die Erneuerung des Blitzschutzes. Der Rat der Ministerin: „Dann sollten Sie schnellstens einen Antrag stellen.“ Karin Prien verwies auf die Förderlotsin, die beratend für die Museen da sei. Auch die CDU-Bundestagsabgeordnete Melanie Bernstein, Obfrau der CDU/CSU-Fraktion für Kultur und Medien, sagte ihre Unterstützung bei der Suche nach Zuschussmöglichkeiten zu. Werner Kalinka betonte, der Kreis Plön sehe seine Verantwortung durchaus und erinnerte daran, dass durch den Kreiszuschuss die neue Bestuhlung (70 Stühle) ermöglicht worden war. Bürgermeister Peter Kokocinski betonte auch aus Sicht der Gemeinde, wie wichtig die Museen als Kulturträger seien. „Und das ist uns lieb und teuer“, bekräftigte er den Stellenwert der Kultur in der Gemeinde. Bürgervorsteherin Christine Nebendahl überreichte der Ministerin den jüngsten Band der Schönberger Spurensuche und verwies auf das engagierte Ehrenamt, das die Kultur in der Gemeinde auf ganz besondere Weise prägt.

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