Ein Gottesdienst im Schaukasten

Schönkirchen (rb) Die Corona-Pandemie schaffte es auch, dass die Kirchen ihren Gottesdienst, sprich „Gotteshäuser“ nicht mehr öffnen dürfen, um der Ansteckungsgefahr keinen Vorschub zu leisten. Aber der agile Pastor Jörg Suhr im Kirchspiel Schönkirchen dachte sich, so kann es doch nicht weiter gehen.
Wenn man nicht in die Kirche dürfe, dann kommt eben die Kirche, sprich „Pastor“ selbst zu den Bürgerinnen und Bürgern direkt in die Ortschaften, Straßen und Höfe, stellt sich an den Weg und hält Gottesdienst. So war es auch an den Ostertagen. In den Ortschaften Schönkirchen, Schönhorst, Flüggendorf, Tökendorf und Tobersdorf. Pastor Suhr kam im Auto längs zwischen 11.00 – 14.00 Uhr mit Trompetenklang und Osterchoral (von seinem Sohn) und übermittelte die Ostergrüße der Kirche. Gott sagt: „Ihr sollt behütet sein!“ Damit stets seine „Schäfchen“ Bescheid wissen, hat Pastor Suhr an seiner Kirche in Schönkirchen den „Schau- Gottesdienst-Kasten“ eingerichtet. Hier wird rechtzeitig der geplante Gottesdienst kurz und prägnant, immer mit einer Mini-Predigt, meist mit „Vater unser …“ und stets mit Musik und einem YouTube-Link, bekannt gegeben. Und wer sein Handy dabei hat, kann dieses gegen die Schaukastenscheibe gezielt direkt auf das schwarze Codeviereck der Predigt halten und hört dann „Geh aus meinem Herz oder den Irischen Segen: Möge die Straße uns zusammenführen oder den Soundtrack von 12 Uhr mittags. Zu jedem Gottesdienst erfolgt ein neues Lied. Pastor Jörg Suhr, der auch schon mal ein Kind mit dem Schönkirchner Dorfteichwasser taufte, will mit dem Schaukasten Gottesdienst zum Ausdruck bringen, dass wir in dieser sehr schweren Zeit nicht ohne Gott sind. Gott ist immer im Dienst und gibt seinen Segen mit auf den Weg! Bleibt behütet! Ihr und Euer Pastor Jörg Suhr.

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