Fröhliche Schulkinder auf fröhlichem Törn

Laboe (pd) Was im Frühjahr noch niemand zu hoffen wagte im Verein Ole Schippn e.V. in Laboe, bei Schülern, Eltern, der Schulleitung und der Crew von der „de Albertha“ ist nun doch noch eingetroffen, die Törns auf dem Traditionssegler mit den Abschlussklassen der Grundschule Laboe konnten stattfinden, wenn auch coronabedingt etwas eingeschränkt.
Im letzten Jahr sollte es ein großes Fest geben, denn diese schöne Tradition des Vereins OSL die Schülerinnen und Schüler der Abschlussklassen auf einen 3-tägigen Törn zu schicken, besteht schon seit 20 Jahren, musste aber wegen der Corona-Pandemie leider ersatzlos gestrichen werden und damit fielen auch die Fahrten mit der „de Albertha“ buchstäblich ins Wasser.
Aber als ab Mai die Inzidenzzahlen fielen und Lockerungen in Kraft traten, keimte Hoffnung bei allen Beteiligten auf. Doch die Planungen waren natürlich immer mit Bangen und Hoffen verbunden, zu schnell änderten sich die gültigen Vorgaben.
Sozusagen auf den letzten Drücker bekam der Verein Ole Schippn Laboe dann aber das OK vom Gesundheitsamt in Plön für dieses 2021er Leuchtturm-Projekt im Kreis. Die Nachfrage war sehr groß bei den Kindern und Eltern, doch es gab noch eine Menge zu bedenken bei der Planung. Die Leiterin der Grundschule, Claudia Telli, musste ihr OK geben, da die Kinder dafür beurlaubt wurden. Und natürlich hat Skipper Dick Kroes ein entsprechendes Corona-Konzept zur Sicherheit der Kinder und Besatzung erstellt. Zusätzliche Betreuer an Bord werden vom Verein OSL bereitgestellt. Die Routine der vergangenen Jahre wurde in diesem Jahr völlig neu überdacht und geplant.
Doch dank dieser mühseligen Fleißarbeit konnten statt gar keiner Fahrt immerhin zu drei 1-Tages Fahrten gestartet werden, denn für die sonst üblichen 3 Tages Fahrten mit Übernachtung an Bord gab es in diesem Jahr noch keine Freigabe der Behörden.
Aufgrund der begrenzten Segelzeit ging es in diesem Jahr dann nicht in die Dänische Südsee, aber auch rund um die Kieler Förde gibt es sehr schöne Segelreviere. Und so stachen dann ganz fröhlich zweimal 12 und einmal 13 Kinder mit jeweils 6 Betreuerinnen und Betreuern in See. Aber eines hat sich nicht geändert, nämlich die Tatsache, dass jeder an Bord mit anpacken muss, sonst bewegt sich die 130 Jahre alte Dame nicht von der Stelle. Das kalte Buffet an Bord bereitet sich auch nicht von alleine zu und auch wenn einige Kids erstaunt waren, dass es gar keinen Geschirrspüler auf dem Schiff gibt, auch Abwasch und Abtrocknen gehören zu den seemännischen Pflichten an Bord.
Die Mahlzeiten wurden grundsätzlich immer an Deck eingenommen, wer „Backschaft“ hatte musste also sehen, dass die kleinen Seeleute an Bord genügend Verpflegung bekommen, damit sie auch kräftig die Segel setzen und die Schwerter hochkurbeln können. Doch mit der Unterstützung von Matrose Marc, der seine erste Fahrt 2012 auch als Viertklässler auf der de Albertha gemacht hat, klappte natürlich alles reibungslos. Kurz vor den Törns hat Marc noch sein Abitur gemacht, hat eine Ausbildung als Matrose hinter sich und er wird auch auf seinem weiteren Lebensweg der See treu bleiben. Für Skipper Dick gab es dann kaum noch etwas zu tun, denn die Kinder wollten natürlich alle einmal selber das Schiff steuern.
Was sonst im Laufe von drei Tagen an Bord passiert, musste nun natürlich auf einen Tag abgestimmt werden. Aber trotzdem konnten die Kids so manchen seemännischen Knoten beim 1. Takelmeister Detlef Bahr erlernen. Aus welcher Richtung kommt der Wind und wie muss man die Segel setzen? Wie sieht überhaupt eine Seekarte aus, es gibt so viel zu entdecken auf so einem schönen, alten Schiff. Und so gingen dann die Kinder auch nach einem 1-Tages Törn immer glücklich, zufrieden und fröhlich lachend von Bord.
Ermöglicht wurden diese Törns auch in diesem Jahr wieder dank zahlreicher Spenden für die sich der Verein OSL ganz herzlich bedankt. Der Verein hofft, im nächsten Jahr dann wieder die 3-Tages-Törns anbieten zu können. Aber auch in diesem Jahr war es für die Schulkinder wieder ein unvergleichlich schönes Abenteuer zum Abschluss ihrer Grundschulzeit in Laboe.

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