Frühlingsmarkt im Schmidt-Haus

Schönkirchen (nn) Zu einem Spaziergang unter freiem Himmel lud das Wetter am Wochenende nun wahrlich nicht ein. Wer jedoch Lust auf Frühling hatte, brauchte nicht zwangsläufig Schirm und Regenmantel hervorkramen. Denn Frühling fand – gut überdacht – im Schmidt-Haus in Schönkirchen statt. Dort lud der Kultur- und Landschaftspflegeverein einmal mehr zum Markt ein.
Der zweitägige Frühlingsmarkt in dem 1838 erbauten, denkmalgeschützten Niederdeutschen Hallenhaus hat Tradition. Seit etlichen Jahren organisiert der Kultur- und Landschaftspflegeverein Schönkirchen e.V. diese Veranstaltung, um unter anderem damit den Erhalt des historischen Hauses zu finanzieren, erklärt Susanne Diedrichsen-Knaak. Die Kunsthandwerkerin, die selbst Seidenblumen, fein bemalte Spandosen und andere Dekorationen ausstellte, ist Mitglied im Schönkirchener Verein (insgesamt 370 Mitglieder) und hat die Organisation des Frühlingsmarktes in ihren Händen. »Wir haben diesmal 16 Aussteller aus der Region und von weiter her beim Frühlingsmarkt dabei«, erklärt sie. Die weiteste Anreise hatte wohl der Aussteller aus Rotenburg (Wümme) aus Niedersachsen, der feinste Kleider feilbot und an dessen Stand sich die (weiblichen) Besucher drängten. Aber auch die anderen Anbieter konnten sich über den regen Besuch des Marktes freuen. »Der Andrang an den zwei Tagen war wirklich gut«, erklärt Susanne Diedrichsen-Knaak erfreut.

»Der Markt macht immer Spaß, weil er zwar klein, aber fein und übersichtlich ist«, erzählt Besucherin Ingrid Neumann aus Probsteierhagen. Sie findet das Angebot der Aussteller interessant, wie die selbstgenähten Taschen, Tiere und Co, die Susanne Pietsch aus Bad Malente-Gremsmühlen an ihrem Stand liebevoll in Szene gesetzt hat. »Ich bin seit fünf Jahren beim Markt dabei», erklärt die Hobbyistin. »Und es macht mir immer wieder Spaß, weil hier eine so familiäre Atmosphäre herrscht.« Dem kann auch Jutta Kirchhoff aus Kiel nur zustimmen, die feine Gläser, Porzellan und Silberobjekte anbietet. »Die Auswahl ist toll«, findet Besucherin Anne Thon, die zu ersten Mal den Frühlingsmarkt besucht. Neben Selbstgenähtem, selbstgemachten Seifen, Dips, handgemalten Bildern, Frühlingsblumen, Antikem und Dekorativem (ver-)locken auch die selbstgebackenen Kuchen und Torten zum Bleiben. »Der Besuch hat sich gelohnt«, findet Anne Thon. Und wie so viele andere Besucher und Aussteller freut sie sich jetzt schon auf den Frühlingsmarkt im kommenden Jahr.