Fundwerke im Freya-Frahm-Haus

Zufall + Abfall = Kunst? Kann diese Formel aufgehen?

Sie kann, und das beweisen die beiden Künstlerinnen Barbara Noll und Monika Winschermann in der neuen Ausstellung „Fundwerke III“ im Freya-Frahm-Haus.

„Fundwerke III“ ist die dritte gemeinsame Ausstellung der beiden Künstlerinnen die seit 2005 auch in einem gemeinsamen Atelier ihre Werke erschaffen. Wobei die Herangehensweise an die Thematik völlig unterschiedlich ist.

Die beiden Künstlerinnen der „Fundwerke III“ Monika Wischermann (li) und Barbara Noll

Barbara Noll, ausgebildete Kunsttherapeutin und ehemalige Kunsterzieherin lässt sich inspirieren von Fundstücken, seien sie nun weggeworfen oder geschenkt bekommen, die sie mit anderen Teilen der Natur zu etwas Neuem kombiniert. Verwittertes Holz und rostiges Metall, einzeln betrachtet kaum einen Blick wert, ergeben zusammengefügt nun völlig neue Kreationen. Das Interesse der Zuschauer wird geweckt, sich einmal mit den Einzelteilen des neu geschaffenen Kunstobjektes zu beschäftigen.

Eine weggeworfene Trommel einer Schleuder, Drahtseil-Lauf- und Umlenkrollen, das alles lässt sich bei genauerem Hinsehen erkennen, während eine mit Fundstücken verzierte Schneiderbüste natürlich sofort als solche erkennbar ist.

Monika Winschermann hingegen faszinieren die Farben in den unterschiedlichsten Schattierungen in ihren Bildern. Ihre Fundstücke sind z.B. ursprünglich graue Steinblöcke in einem Hafen, die sie in ihrem Bild immer wieder in andere Farben getaucht hat, bis endlich das für sie „richtige“ Ergebnis zum Vorschein kam. Aber auch selbstgefärbte Papiere, verschiedene Mischtechniken und Collagen kommen in ihren Bildern zum Einsatz.

Ganz neu gestaltet Monika Winschermann auf einer Gelantineplatte kleinformatige Monotypien. Es entstehen dabei mal mehr oder weniger gegenständliche Bilder, die bei Nichtgefallen auch schon mal mehrfach übermalt werden.

Fundwerke III, diese Ausstellung findet man ab Sonnabend im Freya-Frahm-Haus, die Vernissage ist am 13. Januar um 16:00 Uhr. Geöffnet ist die Ausstellung dann noch bis zum 28. Januar mittwochs und freitags von 14.30 Uhr bis 17.30 Uhr und samstags und sonntags von 11:00 Uhr bis 18:00 Uhr, der Eintritt ist frei.