Gut besuchter Museums-Antikmarkt

Schönberg (rr) Gut besucht war der zweitägige Antikmarkt im Schönberger Probstei Museum am vergangenen Wochenende. Längst hat sich der spannende Antiquitäten »Klassiker« im Kulturprogramm des Ostseebades einen Namen gemacht. Das Museum vermittelt in den Gebäuden des ehemaligen Hofes Göttsch einen Einblick in die Lebensverhältnisse des 19. Jahrhunderts. Da passte natürlich das gesamte Ambiente zum Antikmarkt.

In der Zeit von 10 bis 17 Uhr durfte nicht nur gestöbert werden, alles lag zum Kauf bereit. Auch die breit gefächerten Sortimente machten deutlich, dass das Weihnachtsfest nicht mehr so weit weg ist. Da wurden die Geschenkideen zu humanen Preisen dargeboten.
Die Gebäude und Ausstellungen des Museums hatten geöffnet zu den regulären Eintrittspreisen. Leiterin Renate Sommerfeld wies noch einmal darauf hin, dass die Sonderausstellung im Nebengebäude »Kindheit in der Nachkriegszeit Erinnerungen an die Probstei« noch bis zum 26. November läuft. Eine Antiquitäten-Galerie präsentierte Teetzen aus Neuheikendorf oder Zorndt aus Rantzau. Goldschmiedearbeiten von Roswita Krause-Stoltenberg aus Kiel konnten bewundert werden. Silber, Porzellan oder Gläser luden bei Kirchhoff aus Kiel zum Schauen und Entdecken ein. Tafelsilber gab es überall zu entdecken mit Geschirr, Bestecken wie Messer, Gabel, Löffel, Dessertlöffel und vieles andere mit Dekorationselementen. Zu entdecken waren spezielle Bestecke wie Kuchen-, Fisch-, Salat- oder Servier- und Tranchierbestecke. Gerade für ältere Besucher gehören sie zu einem festlich gedeckten Tisch dazu.

Nur schade meinten viele, dass die »jungen Erben« nicht mehr so ein großes Interesse an den Sammlerstücken haben. Viele Silberwaren erhoben besonders lange den Anspruch auf eine kunsthandwerkliche Herstellungsweise. Keramikobjekte, Porzellan als Gebrauchs und Ziergegenstände standen zum Verkauf bereit. Handarbeiten aus alten Stoffen von Kraft/Mey aus Kiel waren auf dem Plakat angekündigt. Weißwäsche unterschiedlichster Art wurde präsentiert, so wie sie heute noch im Haushalt der Tante zu finden ist. Es gibt besondere Kissen, Tischdecken mit dem Monogramm für echte Handarbeit. Leinen Rothe und Unrau Kiel, Schmuck Silber und Steinzeug von Czarnetta aus Lilienthal, Schmuck Porzellan Silber von Lengerke, antike Raritäten Behrend-Denker aus Satjendorf, die Aussteller hatten besonders attraktive »Ecken« für ihre Stände ausgewählt.
Die Landrauen hatten wieder einmal für den lukullischen Rahmen gesorgt. Es gab einen speziellen Eintopf oder den von vielen begehrten »Großen Hans«. Kaffee und Kuchen gehören natürlich dazu und der Jahreszeit entsprechend wurde sogar Pusch ausgeschenkt. Die Liebhaber nostalgischer Schätze waren zufrieden mit dem Antikmarkt.