Heikendorfer Neujahrsempfang – die bunte Mischung stimmte

Heikendorf (Ams) Der Heikendorfer Neujahrsempfang bot auch beim Start ins Jahr 2020 ein abwechslungsreiches Programm aus Musik, Reden und Ehrungen. Dazu konnte Bürgermeister Tade Peetz in der Mensa der Offenen Ganztagsschule neben dem Landtagsabgeordneten Werner Kalinka und dem stellvertretenden Landrat Thomas Hansen u.a. auch Amtsvorsteher Hans-Herbert Pohl, Amtsdirektor Ulrich Hehenkamp, die Bürgermeister-Kollegin Hilla Mersmann (Mönkeberg) und den Bürgermeisterkollegen Gerd Radisch (Schönkirchen) sowie zahlreiche Vertreter von Vereinen und Verbänden begrüßen.

Vor einem Blick voraus auf anstehende Projekte in diesem Jahr ließ Tade Peetz in seiner Neujahrsansprache positive und negative Schlaglichter des Jahres 2019 Revue passieren. Er blickte noch einmal zurück auf die Januar-Ostseestürme und deren Folgen für Strand und Uferbefestigung (dank Landes- und Kreiszuschüssen konnte die Gemeinde sämtliche Schäden ohne Eigenmittel beseitigen), auf die Einweihung des Schulneubaus, den geplanten Neubau eines Jugendtreffs am Krischansbarg/Schulredder oder etwa auch auf die barrierefreie Neugestaltung des Bushaltestellenzugangs am Stückenberg, das in die Wege geleitete Ortsteilentwicklungskonzept für Neuheikendorf, kostenfreies WLAN am Strand und in der Heikendorfer Ortsmitte.
Und 2020? Schon bald soll laut Peetz ebenfalls am Krischansbarg der 1. Spatenstich für den neuen sechsgruppigen Kindergarten erfolgen, den dann sechsten in Heikendorf. Geplant wird in diesem Jahr zudem die Fortsetzung der Promenadenerneuerung im Bereich zwischen U-Boot-Ehrenmal und Café Fährhuus. Ein ganz wichtiges Vorhaben, so betonte Peetz, das zeitlich aber noch etwas weiter weg liege, sei das neue Feuerwehrgerätehaus für die Neuheikendorfer Wehr. „Diese Planung fällt vielleicht etwas leichter, wenn man weiß, dass die Gemeindevertretung entschieden hat, ca. 15 Hektar Land nördlich des Haffkamper Weges zu kaufen.“
Stichwort Städtebauförderung: Der Ansiedlung eines Discounters in der oberen Dorfstraße und der Erweiterung des Vollsortiment-Marktes am anderen Ende am Schmiedeplatz ist man laut Peetz mit dem noch Ende 2019 vollzogenen Eigentümerwechsel im Mini-Sophienhof und der Tatsache, dass das Innenministerium die Mittel für den Erwerb von Grundstücken und Immobilien freigegeben habe, „einen großen Schritt näher gekommen. Es wird zwar 2020 noch nichts zu sehen sein, sehr wohl aber werden die Voraussetzungen für das neue Gesicht der Heikendorfer Ortsmitte geschaffen.“ Ein Dauerbrenner in der Gemeinde ist das Thema Wohnraumschaffung. „Auf Heikendorf wirkt ein immenser Siedlungsdruck von außen, aber auch aus der Gemeinde selbst heraus, wird die Nachfrage immer stärker“, so Peetz. Das lässt die Bodenpreise steigen und ist nicht für jeden erschwinglich. Deshalb werde nun über gemischte Wohnformen nachgedacht, die zentrumsnah am Krischansbarg entstehen könnten.
Beim Thema Straßenausbau werde sich die Gemeinde Gedanken über die weitere Vorgehensweise machen müssen, zumal der Abwasserzweckverband in diesem Jahr eine Untersuchung der Kanäle im Ort anstrebt, um in 2021 einen sogenannten Generalentwässerungsplan vorzulegen. Der Landtagsabgeordnete Werner Kalinka erinnerte in seinem Grußwort an die von Landesseite in einem erheblichen Umfang geflossenen Fördermittel für verschiedene Projekte. „Heikendorf hat 2019 rund 2 Mio. Euro extra bekommen“, so Kalinka. Er blickte auch voraus auf die Kita-Reform, die zum 1. August 2020 in Kraft treten wird. Die Reform werde Eltern entlasten, für gute Standards und bei den Gemeinden für mehr Planungssicherheit sorgen.
„Heikendorf verdient die besondere Aufmerksamkeit des Kreises Plön“, sagte der stellvertretende Landrat Thomas Hansen. Exemplarisch nannte er die Sanierung des Heinrich-Heine-Kreisgymnasiums in den nächsten Jahren mit einem Investitionsvolumen in zweistelliger Millionenhöhe.
Amtsvorsteher Hans-Herbert Pohl wünscht sich, dass alle Verantwortlichen in Mönkeberg, Schönkirchen und Heikendorf mit mehr Offenheit, Zutrauen und Gemeinsamkeiten die Zukunft des Amtes Schrevenborn unterstützen. Heikendorf sei laut Pohl eine wichtige Säule im Gefüge des Amtes und werde das Amt weiterhin positiv begleiten.
Der Heikendorfer Umweltpreis geht diesmal an das Aktionsforum für Nachhaltigkeit. Den mit 500 Euro dotieren Preis für den besonderen Einsatz in Natur- und Umweltschutzbelangen überreichte Bürgermeister Peetz an Jutta Briel und Wiebke Heller. Mit der Ehrenmedaille der Gemeinde für herausragendes ehrenamtliches Engagement wurden Margret Eydam, die unsichtbare helfende Hand in der Gemeindebücherei, und Klaus Sydow ausgezeichnet, der sich seit Jahrzehnten in verschiedenen Vereinen und Verbänden ehrenamtlich engagiert. Und auch die Brummelbuttjes bekamen im 35. Jahr ihres Bestehens eine Auszeichnung, den stellvertretend für den Shantychor Klaus Asmus entgegennahm. Für klassische Töne zwischen den Programmpunkten des Neujahrsempfangs sorgten die mehrfach ausgezeichneten Jugend musiziert-Preisträgerinnen Victoria Baden, Uliana Somina und Adelia Schalhorn, die als Querflöten-Trio auftraten. Weitere musikalische Akzente setzten die Brummelbuttjes und die Band „Jean B“ mit Jens Seiffert, Bernd Lüth und Sängerin Anja Lüth.

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