Operation Petticoat in Laboe

Angekündigt als „Operation Petticoat“ wollte die Vorsitzende der LINKEN in Lübeck, Katjana Zunft, als Zeichen des Friedens mit rund 20 anderen Aktivisten das U-Boot in Laboe pink anstreichen. Mit pinken Petticoats und pinken Wollmützen, den sogenannten „Pussyhats“.

Natürlich, so die Vorsitzende der LINKEN bei ihrer Ansprache vor dem U-Boot, haben wir nicht vor, das U-Boot vor Ort pink zu streichen, das hatten wir auch nie vor, hätten wir es gewollt, dann hätten wir das nicht vorher angekündigt. Wir wollen friedlich für den Frieden und Abrüstung demonstrieren. Dazu braucht es eben manchmal ungewöhnlicher Mittel.

Statt unendliche Gewinne in der Rüstungsindustrie zu verbuchen, sollten wir endlich helfen, einen Friedensprozess in der Welt voran zu bringen. Um daran zu erinnern, dafür stehen wir hier – gegen das Vergessen, so Katjana Zunft, die auch Initiatorin des Lübecker Women´s Marsches ist.

Aber auch ein paar Gegendemonstranten hatten sich auf der anderen Straßenseite eingefunden. Damit es nicht zu Übergriffen kam, waren rund 15 Einsatzkräfte der Polizei vor Ort. Das U-Boot selber wurde bereits ab 16:45 Uhr für den Publikumsverkehr geschlossen.

Statt U-995 hatten die Demonstranten kleine U-Boote aus Pappe in pink bemalt und zum Schluss wurden dann Beutel mit rosa gefärbten Maismehl in die Luft geworfen.
Nach Beendigung der Kundgebung begleitete die Polizei die Gruppe der LINKEN zu ihren Fahrzeugen, die Gegendemonstranten zogen friedlich ab.

Statt Gründonnerstag also Pinkdonnerstag vor dem U-Boot in Laboe.

2017-04-13 017 - Operation Petticoat (Large)
die Vorsitzende der LINKEN in Lübeck, Katjana Zunft, bei ihrer Rede vor dem U-Boot
2017-04-13 043 - Operation Petticoat (Large)
Rund 15 Polizeikräfte plus eine Hundestaffel sorgten für einen friedlichen Ablauf der Demonstration