Passade lädt ein zur zehnten Theaternacht

Passade (kk) Die Passader Theatertruppe hat in den vergangenen zehn Jahren richtig Rückenwind bekommen. Denn seither gibt es die Theaternacht, die sich an die Premiere anschließt und für volle Sitzreihen sorgt.Am Sonnabend, 11. März, 19.30 Uhr, ist es wieder soweit. Dann heißt es »Vorhang auf« für die »Swineree op Hinners Hoff«. Der Dreiakter von Helmut Schmidt hat es in sich, die Zuschauer sollten schon jetzt ihre Lachmuskeln gut trainieren.

Auf Hinners Hof geht nicht alles mit rechten Dingen zu. Die beiden Junggesellen Franz Hinners (Jan Graf) und Gerd Hinners (Axel Punken) hausen auf ihre Art zusammen, so, wie Junggesellen das nun mal tun, züchten Schweine und das reicht ihnen. Da hilft es auch nicht, dass die geistig leicht minderbemittelte Nachbarstochter Steffi Stormer (Gesa Litzkow) Gerd unablässig anhimmelt. Frischer Wind kommt dann mit Tiermedizin-Studentin Lisa Bott (Nadja Truelsen) auf den Hof. Der jungen plietschen Frau schwant Böses und so macht sie sich auf Spurensuche. Bald kommt sie dahinter und greift nun ihrerseits zu eigenen Methoden. Bestärkt wird ihr Verdacht durch Nachbarin Martha Beening (Tina Kahlo). Auch der Pastor (Karsten Wachtel) ist nicht frei von Schuld. Hat er doch nach einem vergnüglichen Zechgelage einen Unfall mit einem Schwein. Das überlebt den Zusammenstoß nicht, der Pastor wird verletzt. Als es plötzlich auch noch einem der beiden schlecht geht, plagt Lisa das schlechte Gewissen. Die wiederum bekommt eine Lektion, die sie so schnell nicht vergisst. Das Stück ist nicht nur ein Schenkelklopfer, sondern knüpft auch an aktuelle Probleme in der Landwirtschaft an. Dennoch überwiegt natürlich der humorvolle Teil, so dass beste Unterhaltung gesichert ist. Dass die Theaterspieler Jahr für Jahr die Bühne selbst zimmern, die Möbel besorgen, die Kulissen erstellen und neben dem schauspielerischen Können auch das Handwerkliche und Organisatorische beherrschen, stellen die Laienspieler erneut eindrucksvoll unter Beweis. »Wir können die Bühne aus Sicherheitsgründen immer erst kurz vor der Premiere aufbauen«, erklärte Arendt. Sie führte nun zum zehnten, aber auch zum letzten Mal Regie, wie sie sagte. »Zehn Jahre sind genug, ich brauche jetzt etwas Neues«, erklärte sie. Wer keine Plätze für die Premiere mehr bekommt, hat auch am Sonnabend, 18. März, 15 Uhr und 18.30 Uhr, noch einmal Gelegenheit, sich das turbulente Bühnenstück anzusehen. Karten bei Ulf Brandt, Tel. 04344/413741.