Proklamation der neuen Majestäten

Stein  (rr) Endlich war es wieder soweit, das Geheimnis, wer die neue Kornprinzessin wird, wurde gelüftet. Inken Mertens aus Stoltenberg wurde ausgewählt, sie löst die bisherige Kornprinzessin Johanna Rabe ab, die zur Kornkönigin wurde. Die Amtszeit der bisherigen Königin Sarah Schnoor endete nach einem spannenden Jahr.

Zwei Tage lang wurde den Gästen am vergangenen Wochenende auf der Festwiese an der Steilküste in Stein einiges geboten. Gegen 23 Uhr wurde bereits am Freitagabend wieder ein tolles Höhenfeuerwerk über der Ostsee abgebrannt. Die Eröffnung der 18. Probsteier Korntage fand diesmal im Rahmen des Molenfestes und des 777-jährigen Dorfjubiläums statt. Gleichzeitig bedeutet dies den Auftakt für den vierwöchigen Veranstaltungsreigen, bei dem sich alles »rund ums Korn dreht« und den beliebten Strohfigurenwettbewerb, an dem sich 19 Gemeinden der Probstei mit kreativen Einfällen beteiligen. In vier Wochen enden die Korntage traditionell in Bendfeld, dann werden auch die Sieger im Strohfigurenwettbewerb verkündet. Regenschauer konnten die Gäste nicht davon abhalten die Proklamation der neuen Majestäten mit Beifall zu begleiten. Unter Schirmen war das Königsgefolge vom Tourist-Service aus an die Bühne an der Steilküste erschienen. Bürgermeister Peter Diederich stellte die Majestäten vor. Inken Mertens bekam die Schärpe umgehängt, sie wird die neue Kornkönigin Johanna Raabe auf vielen Veranstaltungen begleiten, sie freue sich schon auf eine »spannende Zeit«. Die nächsten Korntage werden dann entsprechend 2018 in Stoltenberg eröffnet. Mit viel Liebe zum Detail und unzähligen Arbeitsstunden in allen Dörfern der Probstei hat man gewerkelt und wahre Kunstwerke geschaffen. Besonders lohnenswert ist die Besichtigung und Bewertung der Strohfiguren per Fahrrad auf der beschilderten Radroute. Rund 100 Reisebusse erkunden die Strohfiguren in den vier Wochen.
Rosen gab es bei der Verabschiedung von Sarah Schnoor und natürlich das extra von den Probsteier Bäckern gebackene »Korntagebrot«. »Die Königinnen sind nicht nur nett anzusehen«, so Bürgermeister Diederichs, »sie sind Botschafter mit großer Kompetenz für die Region«.