Schönbergs Tafel bekommt tatkräftige Hilfe

Bedürftige erhalten ihre Lebensmittel frei Haus

Schönberg (kk) Am Sonnabend startete zum zweiten Mal die große Hilfsaktion für die Schönberger Tafel. Möglich wurde dies durch den Spenden- und Hilfeaufruf von Jens Lamp-Greve. Der Dachdeckermeister aus Schönberg war mit seiner Initiative auf eine große Resonanz gestoßen und zeigte sich „überwältigt“ von der Flut der Spenden. Die Aktion soll nach der Corona-bedingten Schließung der Schönberger Tafel dafür sorgen, dass auch in den nächsten Wochen die „Schwächsten unserer Gesellschaft“ nicht allein gelassen werden. Nach dem Motto „Jeder Euro zählt“ sind die Menschen weiter zu Spenden aufgerufen.

Die Tafel in Schönberg hatte, wie die meisten im Land, schließen müssen. Zum einen gehören sie fast alle der Risiko-Gruppe an, zum anderen gab es keine Lebensmittel über die Supermärkte mehr. Doch dann hatte der Dachdeckermeister Lamp-Greve davon erfahren und in all seinen Netzwerken um Hilfen gebeten – mit Erfolg. „Viele Privatleute haben mir Geld gebracht, die Bäcker der Region backen extra für diese Aktion mehr Brot und Brötchen, viele haben sich bereit erklärt, die Lebensmittel auszuliefern, von den Pfadfindern, dem TSV Schönberg, der DLRG und auch Gewerbebetriebe“, berichtet Lamp-Greve weiter. Das Geld konnten die Tafelmitarbeiter nun verwenden, die benötigten Lebensmittel einzukaufen. „Das wissen die Mitarbeiter viel besser als wir als Spender“, so Lamp-Greve. Er betonte, jeder Spender bleibe anonym. Dann packten die Ehrenamtler Tüten voller Lebensmittel, je nach Bedarf und Familiengröße. Der Pack-Aktion folgte dann die Auslieferung. Immer im Zweier-Team waren die zumeist Jugendlichen der Pfadfinder, des TSV Schönberg und der DRLG im Einsatz, per Rad, Handwagen und zu Fuß wurden die Lebensmittel verteilt. Das, so kündigte Lamp-Greve an, soll weiter fortgesetzt werden, „damit die Tafel nicht vergessen wird“. Käthe Moltzen betonte, die Kunden, die vielleicht nicht bedient worden seien, hätten eventuell ihre Adresse nicht hinterlassen. Die könnten sich an Käthe Moltzen wenden, wenn sie auch beliefert werden möchten, (Tel.: 0173-2544324). Elke Boller betonte, dass die Frage des Datenschutzes sowohl mit der Gemeinde als mit den Johannitern als Trägerverein abgeklärt sei. „Schön, wenn es in solchen Zeiten auch mal unbürokratisch geht“, sagte Lamp-Greve.

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