Schulverband Probstei blickt auf 50 Jahre zurück

Chronik erinnert an die beispielgebende Schulpolitik in Schönberg
Schönberg (kk) 50 Jahre Schulverband Probstei – das sollte eigentlich gebührend gefeiert werden, doch Corona-bedingt fällt eine Feier aus. Eine Chronik zeigt die Entwicklung von der Traditions- zur Zukunftsschule in Schönberg. Die Chronik ist in einer Auflage von 300 Stück erschienen, das Deckblatt des Büchleins wurde von Schülern selbst gestaltet.
Es war damals die Zeit, als die kleinen Dorfschulen in Stakendorf, Lutterbek und den anderen Probsteigemeinden aufgelöst wurden. Zugunsten eines Schulzentrums, das den Schülern mehr Flexibität und eine Lernen auf dem aktuellen Stand ermöglichte. Nicht jeder hatte dafür Verständnis, so dass bei den Entscheidungsträgern auch damals schon Mut und Zukunftsdenken notwendig war. Das sollte sich durch die gesamte Entwicklung des Schulzentrums in Schönberg über fünf Jahrzehnte hinziehen. „Es hat immer Leuchttürme gegeben, Projekte, mit den Schönberg eine Vorreiterrolle in Sachen Bildungspolitik kreis- und auch landesweit einnahm. Das wird auch so weiter gehen, wir haben noch einige Leuchttürme in Planung“, sagte Lutz Schlünsen. Seit zwei Jahren steht er dem Schulverband Probstei mit seinen 15 Mitgliedsgemeinden vor. Er bedankte sich bei Antje Klein, der Initiatorin und Autorin der Chronik des Schulverbandes Probstei. Nach endlosem Aktenstudium, Recherchen sowie aus eigenem Erleben und Erinnern heraus hatte sie auf rund 70 Seiten das zusammen getragen, was als Meilenstein der Entwicklung des Schönberger Schulzentrums gilt. Sie erinnert in Wort und Bild an die besondere Rolle der Kinder- und Jugendarbeit im Schulzentrum. Als erstes Schulzentrum im Kreis Plön war die Schülerbetreuung eingerichtet, als erste Schule landesweit war der Hort in das Schulsystem integriert worden. Der Schulverband hat die offene Jugendarbeit mit der Ganztagsschule zusammen geführt und sei damit auch Vorreiter für andere Schulträger gewesen. Ende der 1990er Jahre wurde das Nachmittagsbetreuungsprojekt Nessie gegründet, ein Projekt, das Kinder sowohl die Mittagsversorgung, die Hausaufgabenbetreuung und begleitetes Spielen und Beschäftigen ermöglichte. Ein wesentlicher Faktor für die Stärkung der Region war auch die Einrichtung der Gemeinschaftsschule mit einer gymnasialen Oberstufe. Es habe viel Arbeit und Energie gekostet, einer der maßgeblich am Erfolg beteiligt war, sei der ehemalige Bürgermeister Wilfried Zurstraßen gewesen, erinnerte Klein. „Der Schulverband ging damit einen wichtigen Schritt zu mehr Bildungsgerechtigkeit und einen attraktiven Schulstandort“, so Klein weiter. Für den Verbandsvorsteher Lutz Schlünsen ist es ein wichtiges Signal, dass bei allen kontroversen Diskussionen, die im Verband auch geführt worden waren, die Entscheidungen stets mit breiter Mehrheit fielen. Den vielen ehrenamtlichen Vertretern, die sich in den fünf Jahrzehnten mit viel Engagement, Mut und Weitblick für die Entwicklung der Schulen eingesetzt haben, dankte er in besonderem Maße.

Auch die Sekretärinnen und Hausmeister, so betonte Antje Klein, seien als besondere Vertrauenspersonen maßgeblich am Erfolg beteiligt.

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