Sommer-Highlight Seebrückenfest

Schönberger Strand (rr) So richtig was los sein wird von Freitag, 14. bis Sonntag 16. Juli an der Schönberger Seebrücke, denn es wird zum 17. Mal der Brückengeburtstag gefeiert. Der Mix aus Traditionellem und Neuen macht den Flair dieses Volksfestes aus.  Zum Programmablauf und zur Veranstaltung informiert ein Flyer, der überall zur Mitnahme ausliegt. Das Veranstaltungsangebot der Gemeinde und den Organisatoren ist wie immer eintrittsfrei. Auch das Musikprogramm hat es in diesem Jahr wieder in sich. Am Sonnabend ist dann um 23 Uhr das traditionelle musikalische Feuerwerk geplant.

Maritim und fröhlich geht es am Meeresstrand zu. Veranstalter Felix Franke gibt schon heute eine Spaß-Garantie für Groß und Klein. Besonders beliebt ist für Gäste und Einheimische gleichermaßen die bunte Kindermeile mit zahlreichen Mitmachaktionen. Open Ship heißt es auf dem Seenotkreuzer »Vormann Jantzen« am Sonntag. Speedboot-Erlebnisse gibt es am Sonnabend und Sonntag und spannende Hubschrauber-Rundflüge von 12 bis 18 Uhr sind ein weiteres Highlight. Das Theaterensemble der Schönberger Grundschule wird dem Musical »Fjodor-Frecher Kabeljau« auf der Bühne des Seebrückenvorplatzes auf sich aufmerksam machen. »Immer noch sind fast 100 Schauspieler, Chorkinder und Musiker in  das Theaterstück eingebunden«, macht die Pädagogin der Schule Martina Wolter noch einmal deutlich. Die humorige aufregende Geschichte wird am Sonntag um 15 und 16.30 Uhr den Gästen geboten. Kleinkünstler, hochkarätige Live-Musik, gastronomische Leckereien und die ganz tolle Spielmeile machen das Familienfest besonders attraktiv.

Immer wieder wird natürlich auch nach der Historie der Schönberger Seebrücke gefragt. Ab Mitte des 18. Jahrhunderts wurde das Baden in der offenen See von den Ärzten besonders empfohlen. Gerade die betuchteren Schichten gönnten sich den Urlaub an der See. Die ersten Seebäder entstanden und die ersten Seebrücken wurden gebaut, die Dampfer konnten so direkt die Bäder erreichen. Für Schönberg wurde es wichtig, dass eine neue Eisenbahnstrecke von Kiel vor 120 Jahren eröffnet wurde. Für 30.000 Mark ist 1912 eine 300 Meter lange Landungsbrücke am Schönberger Strand gebaut worden. Dann kam der Erste Weltkrieg, die Schönberger Seebrücke wurde 1914 kriegsbedingt zerstört. Damit dauerte die Schönberger »Brückenherrlichkeit« nur rund 25 Monate.

In den folgenden Jahrzehnten immer wieder Versuche gegeben, eine neue zu bauen, sie scheiterten alle, weil es am Geld fehlte. Ein kleiner Brückenversuch aus dem Jahre 1970 scheiterte kläglich, sie hielt nur einen Sommer.  Der Vater der Seebrücke, Ex-Bürgermeister Wilfried Zurstraßen zeigt auf, das er 1995 versuchte, Zuschüsse für eine Seebrücke zu bekommen. Die Fördermittel waren sehr begrenzt und Seebrücken hatten politisch nicht gerade Hochkonjunktur. Als ein neues Förderprogramm anstand wurden dann 2000 die erhofften Gelder bewilligt. Die 260 Meter lange Seebrücke mit ihrem attraktiven Brückenkopf wurde am 30. Juni 2001 feierlich eingeweiht. Fast auf den Tag genau hatte das Ostseebad nach 87 Jahren wieder eine Seebrücke. »Damals wie heute ist die Seebrücke nicht nur Schiffsanleger und Promenade auf See, sondern Symbol des touristischen Aufbruchs in Schönberg«. Zur  Einweihung hatte man sich gewünscht, dass die Brücke ein ganz besonderer Treffpunkt wird. Bürgermeister Wilfried Zurstraßen betonte, dass die Seebrücke ein Bauwerk mit großer emotionaler und historischer Qualität ist, das wird auch auf dem Seebrückenfest wieder für alle zu spüren sein.