Sommerliches Gildefest in Giekau

Giekau (st) Über hundert Besucher kamen bei strahlendem Sonnenschein zum diesjährigen Gildefest nach Giekau. Schon ab sieben Uhr morgens wurde das Fest der »Neuhauser Schützen und Sterbegilde von 1881« durch Böllerschüsse angekündigt, danach erfolgte das »Wecken« durch den Gildetrommler Edgar Paulsen. Ein Gottesdienst in der Giekauer Kirche folgte, dann wurden das alte Königspaar und die Kinderkönigspaare vom Gadendorfer Musikzug am Gildehaus abgeholt und zum Königsfrühstück in den »Giekauer Kroog« gebracht. Am Nachmittag folgten auf der Festwiese die beliebten Kinderspiele, das Glücksraddrehen und das Auskegeln der neuen Kinderkönigspaare. Auch eine Hüpfburg stand für die Jüngsten bereit, die begeistert genutzt wurde. Für das leibliche Wohl von Jung und Alt wurde mit Kuchen, Grillspezialitäten und Getränken bestens gesorgt. Die Sterbegilden ermöglichten in früheren Zeiten das Aufbringen der Beerdigungskosten bei plötzlichen Todesfällen in sozial schlecht abgesicherten Familien. Auch heute noch halten die Gilden stark zusammen und pflegen ihre Traditionen. So waren in Giekau auch Vertreter anderer Gilden, z. B. aus Wentorf bei Lütjenburg, zu Gast, um den gesellschaftlichen Austausch zu pflegen und sich für das baldige Gildefest in Wentorf zu verabreden. Am frühen Abend kegelten die Damen ihre neue Königin aus, während die Herren ihren König am Schießstand ermittelten. Zum Königstanz aufs Parkett gebeten wurde unter kräftigem Applaus das frischgebackene Königspaar Hanna und Werner Siebert.