Udo Lindenberg: Alles dreht sich um sein Ding

Der Panik-Rocker präsentiert im neuen Jahr den Film seines Lebens

<Berlin> (cat). Zum ersten Mal wurde in diesem Jahr in der „Verti Music Hall“ der „International Music Award (IMA)“ vergeben. Dieser neue Musikpreis zeichnet Künstlerinnen und Künstler nicht für Plattenverkäufe aus, sondern unter anderem für „Innovation, Originalität und Courage“, wie Model Toni Garrn und Schauspieler Billy Porter erklärten, die durch den Abend führten. Zwei der Preise gingen an absolute Musiklegenden: Sänger Sting wurde als „Hero“ geehrt während Udo Lindenberg den „Courage“-Sonderpreis erhielt. Wie typisch: Nach einer Performance nahm Lindenberg den Preis erfreut entgegen und bedankte sich unter anderem mit einem „Geilo!“. Man könne laut dem Rockmusiker in der heutigen Welt nicht einfach nur „nette Dekorationsmusik machen“ und müsse sich unter anderem für den Klimaschutz und gegen Rechtsextremismus einsetzen, so die Botschaft des Musik-Urgesteins. Entertainment habe für ihn auch etwas mit „Haltung“ zu tun, erklärte der Panikrocker. Was für ein schöner Jahresabschluss für den 73-Jährigen, der kürzlich auch wieder Herz zeigte, als Designer Carsten Grafe ihn bat, für eine Benefiz-Auktion Weihnachtsschmuck mit einem Autogramm zu verzieren. Udo griff selbstverständlich zum Stift, umriss mit sicherem Strich seinen Charakter-Kopf samt markanter Züge und stellte sich mit dem fragilen Objekt in den Dienst der guten Sache. Und kaum ist das Jahr vorüber, will der Künstler für seine „Lindianer“ wieder Gas geben. Am 9. Januar schreitet Lindenberg voraussichtlich – wie gewohnt mit Sonnenbrille und Hut – über den roten Teppich vor der Lichtburg in Essen. Dort ist der Künstler zu Gast, um den Film seines Lebens vorzustellen: „Lindenberg! Mach Dein Ding“ kommt am 16. Januar 2020 in die deutschen Kinos. In dem Streifen werden Udos Jahre als Nobody aus Westfalen ebenso beleuchtet wie die ersten Gehversuche als Trommler, bis er in einer amerikanischen Militärbar in Nordafrika zum Sänger wird und in Hamburg schließlich seinen Durchbruch schafft, weil er konsequent an sich selbst glaubt. Gedreht wurde der Film von Hermine Huntgeburth, neben Jan Bülow spielen unter anderem Max von der Groeben, Detlev Buck, Charlie Hübner, Julia Jentsch und Martin Brambach mit. Der Titelsong zum Kultfilm ist bereits erschienen. Überflieger Udo kommentierte das Video völlig außer sich: „Yeahhh – der Titelsong zum Kinofilm ‘Mach dein Ding’ – hab nie dran gezweifelt, ich kriegs hin, irgendwann – von Gronau bis ins hellste Bühnenlicht der Riesenarenen.. just do it, egal wie speziell dein Weg is, du weisst doch: wir kriegen ALLES hin. Freu mich gigantisch, is geil geworden, kiek ma“.

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