Windjammerparade 2016

Wie jedes Jahr zur Kieler Woche ist ja die Windjammerparade der krönende seglerische Abschluss dieses Mega-Events im Norden. Doch nicht zum ersten Mal öffnete Petrus pünktlich zum Start der Windjammerparade sämtliche Schleusen und hüllte die Kieler Förde in ein regenverschleiertes Grau.

Schauten im letzten Jahr noch rund 120.000 Zuschauer rund um die Kieler Förde dem Spektakel zu, waren es in diesem Jahr gefühlt viel weniger Menschen aufgrund des ungemütlichen Wetters. Wer konnte suchte sich einen Ausguck im Innern eines Hauses bzw. Restaurants.

Dank einer Einladung von Korvettenkapitän Andreas Schramm vom Munitionsversorgungszentrum Nord wie es offiziell heißt, durfte ich auch in diesem Jahr die Windjammerparade wieder vom Munitionspier aus beobachten.

Korvettenkapitän Andreas Schramm war es, der im letzten Jahr wieder eine alte Tradition aufleben ließ und die Windjammerparade zum Anlass nahm, ein Familienfest auf dem Gelände zu veranstalten. Dazu werden neben den zivilen und militärischen Mitarbeitern und ihren Familienangehörigen auch Bürger, Vereine und Institutionen eingeladen, um einmal die Windjammerparade vom dem schönsten, aber normalerweise nicht zugängigen Platz an der Kieler Förde zu beobachten.

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Führungsschiff Thor Heyerdahl zwischen Friedrichsort und Anleger vom Munitionsdepot

Es ist ein absolut unbeschreiblicher Anblick, wenn die Windjammerparade so direkt auf einen zukommt, man steht ja sozusagen mitten in der Förde. Aber durch den Dauerregen  waren die stolzen Segelschiffe im Dunst nur schwer zu erkennen, erst als das Führungsschiff auf Höhe Leuchtturm Friedrichsort war, setze der Regen für ungefähr 30 Minuten aus, um sich dann später mit einem gewaltigen Wolkenbruch und Gewitter wieder zurück zu melden.

Aber das alles kann ja einen Seemann nicht erschüttern und wir Küstenbewohner sind ja mit so einem Wetter vertraut. Es war ja auch nicht kalt sondern nur feucht.

Mehr als 100 Segelschiffe waren bei der diesjährigen Windjammerparade mit dabei, es fehlten aber die Viermastbark „Sedov“ aus Russland und das deutsche Schulschiff „Gorch Fock“, beide Großsegler befinden sich wegen Reparaturarbeiten in der Werft.

Den Platz als Führungsschiff für die Gorch Fock nahm die Thor Heyerdahl ein, für die Sedov lief auf Position B 1 der Kieler Marstallschoner Zuversicht aus.

Wenn dann am Sonntagabend ab 23:00 Uhr eines der größten Feuerwerke Europas wieder die Kieler Woche beendet, heißt es auch für uns wieder Abschied nehmen von den vielen Seglernauf der Kieler Förde und der tollen maritimen Stimmung. Aber nach der Kieler Woche ist ja bekanntlich vor der Kieler Woche, Tschüss bis zum nächsten Jahr.