In „Midway“ schlachten sich Amerikaner und Japaner ab

Roland Emmerich: Neuer Block-Buster

<Los Angeles> (cat). Ganz klar: Roland Emmerich ist für seine Katastrophen-Filme bekannt. Auch mit seinem neuen Block-Buster „Midway“ zieht der Hollywood-Regisseur in den Krieg. Der gebürtige Schwabe hat die Schlacht zwischen den Amerikanern und Japanern von 1945 verfilmt. Die Idee zu dem Streifen habe der Filmemacher schon vor 20 Jahren gehabt, als er eine englische Dokumentation darüber im TV sah. „Ich fand es irre, welche Elemente da zusammengekommen sind, etwa wie unterlegen die Amerikaner waren. Als ich das als Film vorschlug, wurde mir gesagt, nur wenn ich unter 100 Millionen Dollar bleibe. Das war damals unmöglich“, so Emmerich. Heute sei alles einfacher durch die Computertechnik. „Vor vier oder fünf Jahren kam die Idee dann wieder auf den Tisch, und als das Drehbuch fertig war, lagen wir bei einem Budget von 125 Millionen Dollar, was kein US-Studio zahlen wollte. Wir haben das Budget weiter reduzieren können und schließlich wurde daraus eine Independent-Produktion. Am Schluss lagen wir bei 98 Millionen Dollar und hatten die Chinesen mit an Bord.“ Traurig: Während der kleine Roland behütet aufwachsen konnte, plagten seinen Vater Kriegserinnerungen. „Er war 17, als er in den Krieg ziehen musste. Mit 23 kam er zurück. Mit uns hat er kaum darüber geredet. Einmal sagte er, der Krieg hat ihm die Jugend geraubt. Alle zwei Jahre kamen seine Kriegskameraden zu uns nach Hause. Meine Schwester und ich haben uns dann versteckt und heimlich ihren Geschichten gelauscht“, erzählte der 63-Jährige der „Bild“. Als sein Vater gestorben war, brachte Emmerich im Jahr 2015 mit „Stonewall“ einen Film über den Aufstand der Schwulen im Sommer 1969 in der New Yorker Christopher Street in die Kinos. Im Juli 2017 heiratete er die Liebe seines Lebens: Den 30 Jahre jüngeren Omar De Soto. „Ich hätte mir nie vorstellen können zu heiraten und dachte immer, es ist doch eine Supersache, als Schwuler nicht heiraten zu müssen. Aber es ist schon gut, dass wir geheiratet haben. Wir sind elf Jahre zusammen, und es machte Sinn. Wir beide fühlen uns damit noch enger zusammen, und er fühlt sich sicherer“, schwärmte Emmerich. Übrigens hat Omar zuhause die Macht über die Fernbedienung. „Ich weiß ja nicht mal, wie man die bedient. Ich bin da technisch völlig aufgeschmissen.“ Dabei ist das gemeinsame DVD-Gucken eine der Lieblingsbeschäftigungen des Paares. „Wir lieben es, den ganzen Tag in Sportklamotten auf dem Sofa zu sitzen und einen Film nach dem anderen zu schauen.“

Roland Emmerich ist Katastrophen-Regisseur durch und durch. Foto: highgloss.de

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