Katharina Thalbach: Musical-Heldin

Französische Chansons sind ihre geheime Leidenschaft

<Berlin> (cat). Erst im Mai stand Katharina Thalbach an der Komödie am Kurfürstendamm gemeinsam mit Tochter Anna und Enkelin Nelli auf der Bühne. Das Familien-Trio erntete eine Menge Applaus für den „Raub der Sabinerinnen“. Nun erfüllte sich für Thalbach ein weiterer Lebenstraum: Eine Hauptrolle im Udo-Jürgens-Musical „Ich war noch niemals in New York“! Als Fan von Musikfilmen wie „Mamma Mia“ mit Meryl Streep habe sie sich schon lange gewünscht, auch einmal in einem ähnlichen Film mitzuspielen. „Solche Filme werden heute in Deutschland kaum noch gemacht, und dass man als ältere Dame nochmals so vom Leder ziehen kann, hat mich richtig glücklich gemacht“, so die Schauspielerin im „B.Z.“-Interview. In dem Film sieht man sie in der Rolle der Maria Wartberg, die nach einem Sturz ihr Gedächtnis verloren hat und sich auf einem Luxusdampfer nach New York gemeinsam mit ihrer Tochter (Heike Makatsch) und ihrem Ex-Liebhaber (Uwe Ochsenknecht) wiederfindet. Auch bei der Premiere in Berlin strahlte die 65-Jährige über das ganze Gesicht und verkündete: „Der Film ist wirklich gut für die Seele.

Es ist eine Art Medizin. Wenn man sehr traurig ist, sollte man ihn sich dreimal hintereinander anschauen, dann geht es einem wieder gut.“

Der Mimin, die schon mit vier Jahren ihre erste Kinderrolle spielte, fallen auch Liebesszenen leicht. „Na ja, es ist schon ziemlich blöd, solche Szenen mit jemand spielen zu müssen, den man nicht mag. Aber da Uwe Ochsenknecht und ich uns mögen und wir beide Profis sind, wussten wir damit umzugehen. So was gehört dazu. Ich muss ja auch Sterben spielen.“ Anders als ihre Figur im Musical träumte Thalbach keineswegs vom Big Apple. „New York war für mich nie so ein Traum-Ort“, sagte die Darstellerin der „B.Z.“. „In der DDR wagte man sich auch gar nicht, von New York zu träumen.“ 1978 sei sie das erste Mal dort und überrascht gewesen, wie international die Stadt gewesen sei. „Die Leute sprachen teilweise schlechteres Englisch als ich.“ Katharinas Traumstadt ist Paris, da Thalbach für französische Chansons schwärmt. Sie bedauere es daher, dass sie dem Sänger Charles Aznavour bei den Dreharbeiten zu „Die Blechtrommel“ nicht begegnet ist. „Da war ich auch sehr, sehr traurig, denn ich war sehr verliebt in Charles Aznavour.“ Foto: highgloss.de

Premiere “Der neunte Tag” Stars am roten Teppich: Anna und Katharina Thalbach

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