Advent, eine Zeit der Sehnsucht

Wenn der November dahin rauscht mit seinen typischen Attributen wie Nebel, Dunkelheit, Nieselregen und Blätterfall, dann spüren wir es wieder: die Sehnsucht nach Licht und nach Wärme. Es ist, als ob uns eine ruhigere Strömung erfasst, die Gedenktage ziehen vorüber und auf einmal steht der Advent vor der Türe. Goldene LED-funkelnde Sterne tauchen in vielen Fenstern auf, Adventskränze und Tannenzweige liegen kaufbereit in den Geschäften. Und auf einmal bricht die Sehnsucht durch. Man möchte alles etwas schöner machen in der Wohnung, stimmungsvoller, heimeliger. Gerade jetzt, in der ganz besonderen Corona-Zeit, suchen wir Menschen nach Wärme und Nähe, soweit dies möglich ist. Große Feiern, Weihnachtsmärkte, wird es in diesem Jahr nicht geben. Das macht betroffen, aber auch nachdenklich, denn vor sehr langer Zeit war es einmal anders. Da war die Adventszeit, die bereits seit Ende des 4. Jahrhunderts gefeiert wird, die Zeit des Fastens und der Buße. Advent, das bedeutet Ankunft und weist auf Weihnachten hin. So könnte man sagen, dass uns der Advent in diesem Jahr wieder zu uns selbst zurückführt. Auch zu unserer Sehnsucht nach Nähe. Machen wir es uns also schön, rufen wir liebe Menschen an, schreiben wir mal wieder Karten oder Briefe und hoffen, dass wir gemeinsam all diese Beschränkungen gut überstehen. Feiern wir diesen Advent als das, was er ist: eine Zeit der Sehnsucht aber auch eine Zeit der menschlichen Verbundenheit. Text: bl

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