Laboer Politiker lesen für Laboer Bürger

Laboe (pd) Ein neues Veranstaltungsformat feierte jetzt im Freya-Frahm-Haus Premiere – und das mit großem Erfolg. Ausgedacht hatten sich die Idee Edith Gerhardt und Anne Keding von „Laboer Impulsen“. Ihr Ziel: Gemeindevertreterinnen und Gemeindevertreter einmal ganz fernab des politischen Alltags zu erleben – privat, entspannt und mit einem Buch in der Hand.
Schon vorweg: Es wurde viel gelacht. Sieben Kommunalpolitiker stellten an diesem Abend ihre Lieblingsbücher vor und gewährten dabei ganz persönliche Einblicke.
Den Auftakt machte Wiebke Eschenlauer (Grüne), die im „normalen Leben“ Grundschullehrerin ist. Passend dazu hatte sie 3 Bilderbücher im Gepäck – solche, die auch Erwachsenen noch überraschende Erkenntnisse liefern. Vorgelesen wurde aus „Bauer Enno und seine Kuh Afrika“, was für einiges Schmunzeln sorgte.
Es folgte Leonie Peters (SPD), deren Herzensbuch sie seit Kindertagen begleitet: „Momo“ von Michael Ende. Gelesen wurde aus der Bildband-Ausgabe – und bei vielen Zuhörerinnen und Zuhörern wurden Erinnerungen wach. Kein Wunder: „Momo“ erschien bereits 1973 und hat bis heute nichts von seiner Magie verloren.
Bernd Schmidt (SPD) nahm das Publikum mit in vergangene Weihnachtszeiten. Aus dem plattdeutschen Buch „Mien Wiehnachtsbook“ von Rudolf Kienau las er Geschichten über Feste mit wenig Geschenken, aber umso mehr Wärme, Gemeinschaft und Zufriedenheit.
Für besonders viele Lacher sorgte Anke Dorl (Grüne) mit einem Auszug aus „Aua – Die Geschichte meines Körpers“ von Axel Hacke. Es geht um die tapferen Männer, denn spätestens ab 50 weiß man: Ein Ziehen im Knie kann durchaus lebensbedrohlich wirken – oder vielleicht doch nicht so ganz?
Schlag auf Schlag ging es weiter mit immer neuen humorvollen, spannenden oder nachdenklichen Texten. Bürgervorsteher Jens Jacobsen (WIP) stellte sein eigenes Buch vor, gefolgt von Antje Richter (WIP).
Den Abschluss bildete Bürgermeister Heiko Voß mit seinem Lieblingsbuch „Moin Moin“ von Cornelia Leymann – einem humorvollen Krimi, der in Laboe spielt. Darin geht es um einen mysteriösen Todesfall in einem Strandkorb. Dass der Bürgermeister dabei kräftig bei der Aufklärung mitmischt, sorgte im Publikum für große Heiterkeit. Obwohl das Buch bereits 2015 erschienen ist, wirkte das Thema angesichts der aktuellen Diskussionen rund um Strandkörbe in Laboe aktueller denn je.

Nach dem offiziellen Teil klang der Abend bei einem kleinen Sektempfang aus. In lockerer Atmosphäre wurde noch lange geplaudert – über Bücher, Politik und natürlich auch über die geplanten 500 neuen weißen Strandkörbe, die zu Ostern den Laboer Strand schmücken sollen.
So ging ein fröhlicher und kurzweiliger Abend zu Ende. Die Besucher waren sich einig: Politiker, die sich auch einmal ganz privat zeigen, sind eben Menschen wie du und ich. Und da beim ersten Mal noch nicht alle Fraktionen vertreten waren, bleibt die Hoffnung auf eine Fortsetzung dieses gelungenen Formats. Zu wünschen wäre es auf jeden Fall.

Foto: Eine Lesung der besonderen Art – mit Bernd Schmidt, Wiebke Eschenlauer, Heiko Voß,
Antje Richter, Leonie Peters, Anke Dorl und Jens Jacobsen (v.l.).
Foto: pd

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