Das Galapagos der Botanik

Am Mittwoch, 13. November, wird der Geobotaniker Prof. Richard Pott aus Hannover “Die Kanarischen Inseln – Das Galapagos der Botanik” in einem Vortrag des Botanischen Gartens der Christian-Albrechts-Universitätzu Kiel vorstellen. Um 19 Uhr vermittelt er im Hörsaal E60 des Biologiezentrums am Ende der Leibnizstraße mit zahlreichen Bildern die besondere klimatische Stellung des Archipels vor der Küste Afrikas. Der noch deutlich spürbare Vulkanismus habe dazu geführt, dass sich hier eineeinzigartige Flora und Fauna entwickelt und erhalten habe, teilte Pott vorab mit.Deshalb werden diese Inseln auch oft als das „Galapagos der Botanik“ bezeichnet. Ihre geographische Lage macht die Inseln von alters her und besonders seit Christoph Kolumbus zur Brücke zwischen Europa, Amerika und Afrika. Viele Städte und Baudenkmäler zeugen davon und geben der Kulturlandschaft mit Bananen-, Ananas- und Weinfeldern noch heute ihr besonderes Gepräge. Der Vortrag erzählt die spannende Geschichte eines weltweit einmaligen Natur- und Kulturraumes.Dazu gehören die Entstehung des Kanarischen Archipels, Fragen zum vergangenen und aktuellen Vulkanismus und der Herkunft der Artenfülle. Ein besonderes Augenmerk betrifft die vertikale Vegetationsgliederung derKanarischen Inseln und der Ökosysteme von den Küsten über den Sukkulentenbusch, die Lorbeerwälder und Baumheideformationen. Die endemischen Kiefernwälder, die Ginsterheiden der Höhenstufen und das von Alexander von Humboldt und Aimé Bonpland zuerst beschriebene Teide-Veilchen (Viola cheiranthifolia) runden das Vegetationsbild der Inseln ab. So wird der Vortrag zeigen, dass jede der Kanarischen Insel ein Unikat ist, deren Biosphärenreservate und Nationalparks inzwischen zum Weltkulturerbe der UNESCO gehören. Vortrag “Die Kanarischen Inseln – Das Galapagos der Botanik” von Prof. Dr. Richard Pott, Leibniz-Universität Hannover, Mittwoch, 13. November 2019, 19 Uhr, Hörsaal E60 im Biologiezentrum am Ende der Leibnizstraße. Eintritt anlässlich des Jubiläumsjahres des Botanischen Gartens Kiel für alle frei. Parkplätze am Ende der Leibnizstraße.Bildtext: Im abgesunkenen Vulkankrater der Canadas rund um den Teide blüht als endemische Pflanze der rote Teide-Natternkopf.

Botanischer Garten Kiel, Am Botanischen Garten 1-9, 24118 Kiel, www.botanischer-garten-kiel.de, Infotelefon 0431/880-4276

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