Tag der Seenotretter in abgespeckter Version

(pd) Nach 2 Jahren Coronapause fand zum gewohnten Termin, dem letzten Sonntag im Juli, endlich einmal wieder ein Live-Tag der Seenotretter statt. Allerdings fing der etwas merkwürdig an. Statt wie angekündigt um Punkt 11 Uhr einen lauten Böllerschuss zu hören, der die Häuser im Oberdorf erzittern lässt, gab es nur einen leisen Puff – und das dann auch noch 3 Minuten vor 11 Uhr. Danach hatten sich die Menschen zur Eröffnung, wie seit Jahren üblich, neben dem Infozentrum der DGzRS versammelt, um den Worten des neuen Vormanns der BERLIN, Uwe Radloff, zu lauschen. Aber der hielt dann seine Begrüßungsrede an Bord des Seenotkreuzers BERLIN. Nach diesen „Neuerungen“ startete der Tag der Seenotretter ganz normal und professionell wie gewohnt. Wie immer mit dabei der Modellbauverein IG Stör-Piraten aus Neumünster mit ihren Modellbau-Lkw und natürlich Schiffen, die von den Kindern und Jugendlichen in einem großen Bassin gesteuert werden konnten. An diesem Stand gab es also eine Menge für Groß und Klein zu bestaunen, denn auch die großen Modell-Lkw drehten ihre Runden im Hafenbereich. Stände luden zum Bummeln ein, egal ob maritimes Handwerk oder hochwertige Seglermode – nicht nur für Segler.
Open Deck gab es ab 11 Uhr auf dem Seenotkreuzer Berlin, das bedeutete, das aus Corona-Schutzgründen das Deck des Seenotkreuzers nur mit einer FFP2-Maske betreten werden konnte und es dort auch einen Rundweg an Bord gab. Für Verpflegung war reichlich gesorgt, es gab Kaffee und Kuchen, Softeis und wem der Sinn nach etwas Deftigem stand, der war beim Laboer Herrenkochklub und Aulis Gulaschkanone genau richtig. Auch für Getränke war natürlich gesorgt und bei strahlendem Sonnenschein fanden sich am Nachmittag viele Besucher ein.
Immer heiß umlagert war der Schiffssimulator im Informationszentrum der DGzRS, denn hier kann jeder einmal sehr realitätsnah üben, einen Seenotkreuzer bei schwerer See zu steuern, um havarierte Schiffe und Menschen zu retten.
Doch was wäre ein Tag der Seenotretter ohne Vorführungen im Hafenbecken. Auch wenn die Vorführung mit dem SAR-Hubschrauber leider ausfallen musste, weil alle Hubschrauber im Moment wegen fehlender Ersatzteile am Boden stehen bleiben müssen, gab es für die Zuschauer zwischendurch immer wieder spannende Rettungsaktionen zu sehen.
Für Stimmung und gute Laune sorgte dann noch das Duo „Havariegefahr“ mit Lapa und Loma, sie waren immer zu einem Spaß bereit und brachten die Besucher zum Lachen und Mitsingen.
So klang dann der erste Live-Tag aus. Auch wenn noch nicht der Vor-Coronastand in Bezug auf Vorführungen, Mitfahrten auf Rettungsbooten usw. erreicht wurde, es war sehr schön, die Seenotretter wieder einmal live zu erleben. Denn sie finanzieren sich ausschließlich nur über Spenden – und wo kann man sich besser über die Arbeit der Seenotretter informieren als bei solchen Veranstaltungen. Es war ein spannender Tag der sicherlich viele neue Eindrücke vermitteln konnte.
Spender werden unter: www.seenotretter.de

Foto: »Mann über Bord« – wie eine professionelle Rettung funktioniert, demonstrierten die Seenotretter.
Foto (pd)

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