Tag der Seenotretter

Wie jedes Jahr am letzten Sonntag im Juli hieß es an der Nord- und Ostsee auch diesmal wieder „Tag der Seenotretter“. Das Wetter spielte bis auf ein paar kleine Schauer mit und so konnte man an den meisten Stationen Besucherrekorde verzeichnen, über 30.000 Besucher wurden insgesamt gezählt.

Im Mittelpunkt stand natürlich die Arbeit der Seenotretter, denn für die 180 festangestellten und 800 freiwilligen Helfer/-innen mit ihren 60 Schiffen gilt immer das Motto: „Wir fahren raus wenn andere reinkommen“. Und da sich die DGzRS nur aus  Spendengeldern finanziert ist es eben ganz wichtig, den Menschen auch einmal zu zeigen, wofür ihre Spenden verwendet werden.

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Rettungsübung im Laboer Hafenbecken

Und das kann man eben am besten, wenn man mal mit den Seenotretterfrauen und -Männern spricht, mal einen Seenotkreuzer besichtigt oder auch einmal mitfährt. Das Informationszentrum hatte geöffnet, die Modellbauer waren wieder reichlich vertreten und sogar eine Sekttaufe konnten die Zuschauer live miterleben, als das Modellschiff der alten BERLIN zu Wasser gelassen wurde. Sogar das Tochterboot Steppke konnte wie beim Original ins Wasser gelassen werden, die Löschpumpen haben funktioniert, also das war ja wirklich eine supertolle Sache.

Für die Verpflegung sorgte wie in jedem Jahr der 1. Laboer Herrenkochklub. An anderen Ständen gab es Backfisch oder Bratwurst, Kaffee und Kuchen und ein Softeisstand konnte sich ebenfalls nicht an mangelndem Zuspruch beklagen.

Auch die Freiwillige Feuerwehr Laboe war mit Geräte- und Drehleiter zur Stelle, auch das ist ja immer ein Anziehungspunkt für die Besucherund die DGzRS arbeitet ja sehr eng mit den Feuerwehren zusammen.

Pünktlich um 14:00 Uhr tauchte dann der Sea King Marine Hubschrauber vor Laboe auf, um an einer gemeinsamen Übung mit dem neuen Seenotkreuzer BERLIN teilzunehmen. Das ist natürlich immer ein spektakulärer Höhepunkt, wenn da Menschen vom Hubschrauber abgeseilt werden. Einfach toll, dass das in diesem Jahr einmal wieder geklappt hat. Diese Übung macht den Zuschauern natürlich ganz viel Spaß, aber der ernste Hintergrund ist natürlich, dass auch solche Notfall-Aktionen geübt werden müssen, damit im Notfall alles reibungslos funktioniert, denn immer geht es ja darum, Menschen aus großer Not zu retten.

Tagsüber sorgte Mick Finnegan mit seinen irischen Folk-Songs für angenehme musikalische Untermalung, am Nachmittag trat noch einmal das Duo „Havariegefahr“ mit Lapa und Loma auf, die wieder für tolle Stimmung sorgten. Eine Tombola gab es auch in diesem Jahr wieder, viele Gewinne konnten dank der zahlreichen Spenden auch in diesem Jahr wieder vergeben werden, der Erlös der Tombola wird voll und ganz den Seenotrettern zur Verfügung gestellt.

Und so war es wieder ein interessanter und spannender Sonntag, der vielen Menschen die Arbeit der Seenotretter sicherlich etwas näher gebracht hat.

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Übung vor Laboe mit SAR Sea King Hubschrauber und dem SK BERLIN