Eine gute Investition in unsere Jugend

Schönberg (kk) Es ist eine Mammutaufgabe, die im Turbogang anläuft: Der Ersatzneubau für die Gemeinschaftsschule Probstei sowie der Bau der neuen Vierfelder-Sporthalle. Beide Projekte laufen parallel, doch geplant war das nicht. Es stellte sich am Ende als Glücksfall heraus. Denn als am 21. Februar 2021 das Herzstück des Schulgebäudes in Schönberg abbrannte, musste schnellstmöglich Hilfe her. Da war es Glück im Unglück, dass bereits das Architekturbüro Schnittger und Partner mit der Planung der Sporthalle befasst war. Im Handumdrehen waren Pläne und Konzepte für den Ersatzneubau entstanden, auch die kommunalen Gremien haben schnell und kooperativ gearbeitet, so dass nun, nach nicht einmal einem Jahr, grünes Licht für die Bauarbeiten gegeben wird.
Entstehen soll dem Konzept zufolge ein Neubau, der deutlich mehr umfasst, als nur das zu ersetzen, das beim Brand vernichtet worden ist.
Im Erdgeschoss werden sechs Klassenräume entstehen, die freien Zugang zu den Lerngärten und Innenbereichen haben. Im Obergeschoss werden Fachräume und Räume für die Lehrkräfte geschaffen. Um dem Gebäude ein einheitliches Gesicht zu geben, setzt die Architektin Bente Vierck sowohl die Fassadengestaltung im Außenbereich als auch das Farb- und Raumkonzept im Innenbereich fort. So werden die Klassenräume in Gelb und die Fachräume in Blau gestaltet. Einer davon wird der neue Musikraum mit einer räumlichen Nähe zur Aula, ein weiterer, das sogenannte Digi-Lab – ein Angebot für die Schüler, die Robotik und anderen Medien erlernen möchten. Eine Besonderheit ist auch das offene Lernzentrum, das sich individuell an die einzelnen Schüler und ihre Lernmethoden richtet. Schulleiter Timo Hepp zeigte sich sehr erfreut und dankbar, dass der Schulverband Probstei als Träger die Voraussetzungen dafür schaffe, dass die Gemeinschaftsschule Probstei zukunftsträchtig ausgestattet wird. „Wir bekommen die Schule, die wir uns gewünscht haben, die wir brauchen“, sagte Hepp. Und Konrektor Heiko Lükemann betonte, man freue sich über jeden Abiturienten, aber auch über jeden Schüler, der seine handwerklichen Fähigkeiten habe. „Wir sind eine Schule für alle Schüler“, betonte er die Ausrichtung der Schule.
Klar ist allen Beteiligten: In den nächsten Monaten wird es durch die beiden großen Bauprojekte zu Einschränkungen und Belastungen für alle Beteiligten kommen. Doch es werde eine tägliche Abstimmung zwischen Planern, Baufirmen und Schule geben, um tagesaktuell auf jeweilige Situationen und Erfordernisse des Schulbetriebs reagieren zu können, versprach Bente Vierck. Schulverbandsvorsteher Lutz Schlünsen kündigte außerdem eine Information für die Anwohner an, um ihnen den Bauablauf zu erläutern. Zuversichtlich zeigte er sich, dass gemeinsam mit der Gemeinde das Problem der wegfallenden Parkplätze gelöst werden könne. Eine Lösung konnte bereits für die Zufahrt zur Baustelle gefunden werden. Die Baufahrzeuge nutzen die Ausfahrt zur Bundesstraße und müssen nicht durch den Ort fahren.

Bild: Konrektor Heiko Lükemann, Schulleiter Timo Hepp, Architektin Bente Vierck vom Büro Schnittger und Partner und Schulverbandsvorsteher Lutz Schlünsen (v.l.) freuen sich auf den Neubau, der hier in einer Visualisierung zu sehen ist. Foto: kk

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