Großübung der Feuerwehr Laboe

Am Samstag, 6. November, wurde bei der Freiwilligen Feuerwehr Laboe um 10:52 Uhr ein Vollalarm ausgelöst. Es gab eine Explosion während einer Sportveranstaltung in der Jenner-Arp-Sporthalle in Laboe mit mehreren Verletzten, Feuer und Rauch in der Halle.
Dabei hatte die Übung, ausgearbeitet von dem stellvertr. Gruppenführer Ulrich Harms und seinem Team, zunächst einmal unspektakulär begonnen. Vor dem Schulgebäude lag eine bewusstlose Person, die herbeigerufene RTW-Besatzung der Johanniter-Unfall-Hilfe e.V. konnte der verletzten Person schnell helfen, dabei stellte sich heraus, dass durch eine Explosion in der Halle mit mehreren Verletzten zu rechnen sei worauf sofort ein Großalarm ausgelöst wurde.
Angefordert wurden neben der Freiwilligen Feuerwehr Laboe auch die Wehren aus Brodersdorf, Stein und die Bundeswehrfeuerwehr aus dem Munitionsdepot sowie die Drohneneinheit der Feuerwehr Stadt Preetz. Ferner wurde die Schnelleinsatzgruppe (SEG) für Großschadensereignisse des Kreises Plön sowie der Organisatorische Leiter des Rettungsdienstes und der Ärztliche Leiter des Rettungsdienstes im Kreis Plön alarmiert.
Nach und nach trafen immer mehr Einsatzfahrzeuge der Feuerwehr und Rettungsdienste aus den verschiedenen Ortschaften ein, die rund um die Schule und Sporthalle so aufgestellt wurden, dass sie auf dem Gelände selbst, aber auch von der Schulstraße, dem Dellenberg und der Dorfstraße aus gleichzeitig das Feuer angreifen und Verletzte bergen konnten. In der Schule wurde ein Sammelplatz für Verletzte eingerichtet, zunächst einmal wurden aber die aus der Halle befreiten Menschen gesichtet, erstversorgt und je nach Schwere ihrer Verletzungen zum Transport in die jeweiligen Krankenhäuser vorbereitet.
Mittels Drehleiter der FFW Laboe und der Wasserkanone der Bundeswehrfeuerwehr wurden die Löscharbeiten von oben durchgeführt. Hier hat sich auch der Einsatz der Drohne von der Feuerwehr der Stadt Preetz sehr bewährt, die in knapp 60 Meter Höhe über dem Gelände wertvolle und gestochen scharfe Aufnahmen lieferte.
Auf einem großen Monitor vor dem Wagen der Einsatzleitung hing nicht nur ein Bauplan der Halle, sondern auf dem Monitor konnte man sofort wieder aufflackernde Glutnester erkennen. Mit Hilfe der Wärmebildkamera können auch verletzte Personen aufgespürt und genau geortet werden. Im Ernstfall eine ganz große Hilfe für die Einsatzkräfte vor Ort in schwer zugänglichen Bereichen.
Eine große Herausforderung für alle Beteiligten ist bei solch einer Großübung die Einteilung und der reibungslose Organisationsablauf bei den verschiedenen Einsatzkräften. So können eventuelle Schwachpunkte aufgedeckt und verbessert werden. Denn letztendlich dienen solche Übungen nur dem einen Zweck, für den Notfall gerüstet zu sein um Schaden von Menschen, Tieren, Hab und Gut abzuwenden. Dass dieses auch bei einem Großschadensereignis in Laboe funktioniert, hat diese Übung wieder einmal eindrucksvoll bewiesen.

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